Allgemein, Inspiration

Die letzten Atemzüge des Winters

23. Februar 2022

Ich bin definitiv ein “Sommertyp”. Ich liebe den Frühling und sein unberechenbares Wetter genauso wie den Sommer und seine langen hellen Tage. Lange habe ich den Winter als ein “durchhalten” empfunden. Besonders den Februar. Im Spätherbst dominierte die Vorfreude auf die Festtage, auf die schön dekorierten Häuser und Innenstadt, das tolle Essen und die Feierlichkeiten. Der Januar steht ganz auf Neuanfang, Cleanness und Minimalismus; da schneidete der Februar in meinem persönlichen Rating oft schlecht ab. Mit den Jahren habe ich angefangen den Februar wertzuschätzen. Die letzten Atemzüge des Winters, die langsam längeren Tagen, die dunkle rauhe Direktheit und die Ruhe vor dem Sturm – bevor gefühlt die ganze Welt wieder erwacht und es Tier und Mensch wieder nach draussen zieht. Aus diesem Grund heisst es für mich den Winter nochmals in vollen Zügen zu geniessen und zu zelebrieren. Wie das genau aussieht, schreibe ich dir heute in diesem Blogpost auf.

Wärmendes und nährendes Frühstück

Ich liebe im Winter ein warmes nährendes Frühstück welches mich lange satt hält und nach Winter riecht. Am liebsten geniesse ich dabei heisse Haferflocken mit Joghurt und Früchten. Solch ein Frühstück bereite ich mir nur im Winter zu, mit einer grossen Portion Zimt und Kardamom, weil das für mich die klassischen Wintergewürze sind. Gerne geniesse ich dazu noch einen leckeren Tee, welchen ich tatsächlich nur im Winter trinke.

Ruhe und Klarheit

Im Winter macht sich eine besondere Ruhe und damit auch verbundene Klarheit breit. Es ist eine schöne Zeit um inne zu halten und nach Innen zu gehen. Es ist genügend Zeit in Ruhe seine Gedanken zu sortieren und zu persönlichen Themen Klarheit zu finden. Im Winter sind wir viel Zuhause, verbringen mehr Zeit alleine und in Stille. Auch das ganze Socializing findet nicht in dem Ausmass statt, dass es im Frühling bis in den Herbst hinein jeweils stattfindet. Ruhe kehrt ein. Daher ist es eine gute Zeit um zu reflektieren. Wo möchte man das Jahr noch hin? Was kann man loslassen? Welchen Themen darf mehr Raum gestattet werden? Spannende Fragen die einen dazu anregen nach Antworten zu suchen und Intentionen für das bevorstehende Jahr zu setzen.

Sonnenschein macht Glücklichsein

Sonnenschein ist im Winter etwas ganz besonderes. Ein äusserst kostbares Gut. Wenn sich die Sonne mal zeigt, dann nehme ich mir die Zeit sie ganz bewusst wahr. Im Winter trage ich deshalb so gut wie nie eine Sonnebrille. Auch wenn die Sonne hell und grell scheint. Ich möchte, dass das Licht meine Netzhaut berührt und die damit verbundenen chemischen Reaktionen im Körper in Gang setzt. Abwehrkräfte werden aktiviert, der Stoffwechsel kommt wieder in Schwung und der Blutdruck wird gesenkt. Wenn es die Sonne also schafft, die ganze Wolkendecke zu durchdringen, stelle ich mich ganz bewusst zur Sonne hin und tanke wortwörtlich Sonne auf. So nutze ich mir jede sich bietende Gelegenheit und tanke ein paar Minuten eine Portion Sonnenschein auf.

Rückzug

Der Winter schreit nahezu nach Wärme, Rückzug und Gemütlichkeit. Daher nehme ich das nochmals bewusst zum Anlass um mich mit inspirierenden Büchern und Zeitschriften zurückzuziehen, Kraft zu tanken und die kurzen Momente des Rückzugs zu geniessen.

Was tust du nochmals ganz bewusst in diesen letzten Atemzügen des Winters?

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nadja.goutziomitros@gmx.de

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